Berufsbildung für Jugendliche in Nepal

Mangelnde Chancengleichheit

Für die meisten Jugendlichen in den abgelegenen Bergregionen Nepals ist der Wunsch nach einer Berufsbildung gross. Dazu fehlen ihren Familien jedoch oft die finanziellen Mittel. Weitere Hürden sind ungenügende schulische Grundlagen, ungenügende Berufsberatung sowie das Fehlen von Ausbildungsstätten vor Ort.

Beruf als Rückgrat des Lebens

In der Berggemeinde Helambu, wo iffee seit 2024 das Schulwesen unterstützt, kommen 71% der Jugendlichen, die eine Berufsbildung anstreben, aus ärmeren Verhältnissen, so dass ihnen dieser Weg verbaut ist. Hier setzt das Projekt durch folgende Massnahmen an:

Stipendien
Gezielte Förderung nach Schulabschluss durch Stipendien für talentierte und motivierte Jugendliche.

Vorbereitung
Verbesserte schulische Vorbereitung durch E-Learning in den Fächern Mathematik, Naturwissenschaften und Englisch, damit mehr Jugendliche die Abschluss- und Aufnahmeprüfungen bestehen.

Beratung
Schaffung einer Beratungsstelle vor Ort, die jungen Menschen hilft, eine passende Laufbahn zu wählen und den Zugang zu Ausbildungsinstitutionen zu finden.

Begleitung
Fachliche Beratung und Begleitung während der Berufsausbildung durch eine Anlaufstelle in der Hauptstadt Kathmandu oder online.

Im Fokus der 3- bis 4-jährigen Berufsbildung stehen offiziell anerkannte Diplom- und Bachelor-Lehrgänge in Hospitality Management und Tourismus, Krankenpflege, Ingenieurwesen, Informatik und IT. Für diese Ausbildungen ergeben sich gute Berufschancen aufgrund der vorhandenen Nachfrage in Nepal.

Ergebnisse (Output)

In den nächsten vier Jahren (ab Juli 2026) werden 100 jugendliche Schulabgänger/-innen aus Helambu durch gezielte Förderung, Beratung und Stipendien eine geeignete Berufsbildung erhalten.

Hotelfachschule in Kathmandu
Nachhaltige Veränderung (Outcome)

Im Berggebiet von Helambu funktioniert ein öffentliches Berufsbildungssystem mit Modellcharakter, das Jugendlichen eine sinnvolle Lebensperspektive bietet.

Schulabgängerinnen in der Bergregion



Zum nepalesischen Kontext

In ländlichen Gebieten Nepals bestehen wirtschaftliche, soziale, kulturelle und geografische Barrieren, die Jugendliche daran hindern, höhere Ausbildungsstufen und eine sinnvolle Berufsbildung erfolgreich zu erreichen. Dabei werden Mädchen zusätzlich benachteiligt. In den Bergregionen beenden sie die Schule oft frühzeitig, um in der Landwirtschaft oder im Haushalt mitzuhelfen. Viele werden in den urbanen Zentren und selbst im Ausland verdingt, um in Haushalten und Fabriken zu arbeiten oder in die Prostitution zu geraten.

Die Bildungsinitiative von iffee umfasst deshalb auch die Motivation und Ermutigung zur qualifizierten Berufsbildung, sowohl durch die Schulen als auch durch Aufklärungsarbeit in den Familien, um dem vorzeitigen Schulabbruch vorzubeugen. Die Bedeutung der Mädchen und ihrer Chancengleichheit wird dabei besonders betont. Bei der Auswahl der Jugendlichen, denen die Berufsbildung gesponsert wird, ist für Mädchen eine Quote von mindestens 50 % vorgesehen.

Theeng Hrinchen möchte
nach Abschluss der 12. Klasse 
den Beruf einer Krankenschwester 
erlernen. Für die Bergbauern-
familie ist der finanzielle Aufwand
jedoch nicht tragbar.


Helfen Sie mit

Damit diese Bildungsinitiative breitere Wirkung entfaltet, sind wir weiterhin auf Spenden angewiesen. Mit Ihrer Unterstützung schenken Sie Jugendlichen in Helambu nicht nur Zugang zur Berufsbildung, sondern auch Hoffnung, Selbstvertrauen und die Aussicht auf ein eigenständiges Leben. 

Wir garantieren, dass 100 % Ihrer Zuwendung direkt den Projekten und damit den Menschen vor Ort zugutekommen. Als gemeinnützige Stiftung ist iffee nach Schweizer Recht steuerbefreit, und Spenden an unsere Stiftung sind steuerlich absetzbar.